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Espresso aus der Fahrradpumpe

28 Okt , 2015,
Daniela Schulz
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Eine Fahrradpumpe als Espressobereiter? Für Outdoor-Freaks, die auf dem Campingplatz kultiviert nach den Spaghetti mit Tomatensauce einen Espresso kippen wollen?

Das ist etwas für die Wunschliste zu Weihnachten: Ein Espressobereiter für unterwegs, der wohlschmeckenden Kaffee produziert. Das Prinzip ähnelt dem einer Luftpumpe und so sieht die Handpresso auch aus. Dennoch ist sie nicht nur etwas Fahrradfahrer und Outdoor-Freaks, sondern vor allem für Menschen, die guten Espresso schätzen.

Handpresso

Handpresso

Es gibt die Handpresso Wild und die Handpresso Wild Hybrid. Bei letzterer handelt es sich um die Weiterentwicklung des Vorgängermodells „Wild“. Beim älteren Modell müssen Espressoliebhaber Espresso-Pads dabei haben. Beim neueren Modell „Wild Hybrid“ kommt gemahlener Kaffee in den Siebeinsatz. Oft wird er „Domepod“ genannt. Perfektionisten haben zusätzlich einen Tamper dabei. Das mitgelieferte Sieb hat allerdings nicht den Standarddurchmesser. Handpresso bietet den passenden Tamper in seinem Zubehörprogramm an. Er muss oder kann dazugekauft werden.

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Barometer

Nach dem Einfüllen des Kaffeepulvers pumpt man einen Druck von 16 Bar in die Druckkammer. Das ist tatsächlich wie bei einer Fahrradpumpe. Heißes Wasser wird eingefüllt und nun setzt man das mit Espressomehl bestückte Kaffeesieb oben drauf. Auf den Knopf drücken und das Wasser wird unter hohem Druck durch das Espressopulver gepresst. Am besten über eine vorgewärmte Tasse halten und den Espresso in das Gefäß träufeln lassen. Ich habe es selbst probiert: Das Gebräu hat eine ausgeprägte Crema und durchaus vollen Geschmack.

Die Handpresso ist für unterwegs bestens geeignet. Das benötigte heiße Wasser kann man sich in einer Thermoskanne mitnehmen, es sollte aber auf jeden Fall noch über 90 Grad haben.

Ob auf dem Campingplatz oder in Seminarräumen ohne vernünftige Espressomaschine. Mit der Handpresso ist guter Espresso auch dort möglich, wo man von der Kaffeezivilisation abgeschnitten ist: In der freien Wildbahn ebenso wie an Autobahnraststätten. Und schließlich stellt sie auch die Lösung für das individuelle Kaffeeproblem auf Workshops dar, wo die Fünfliter-Thermoskanne immer noch als das Non plus Ultra der Kaffeegrundversorgung betrachtet wird.

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Espresso mit Crema

Im Übrigen ist die Handpresso der absolute Hingucker. Es ergeben sich damit oft interessante Gespräche und neue Kontakte. Für Mutige auch als Networking-Tool zu empfehlen.

Handpresso gibt’s bei Globetrotter und diversen Onlineshops wie Coffee Circle oder Moema. Bei Moema kann man wählen zwischen der Luxusvariante im edlen Köfferchen für 139 Euro oder der pragmatisch einfachen Version im Beutel für 85,90 Euro. Auf jeden Fall lohnt es sich die Preise zu vergleichen. Je nach dem, welchen Standard man haben möchte, kann der Unterschied schon mal schlappe 50 Euro betragen. Zudem gibt es noch einiges an Zubehör. Aber es ist ja bald Weihnachten. Wohl bekomm’s.


 

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Espressobar Juwelier

22 Sep , 2015,
Daniela Schulz
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Freunde des italienischen Kaffees sind hier richtig. Die Espressobar „Juwelier“ bietet die Klassiker Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato handwerklich gut zubereitet und schmackhaft.

Ich gehe gerne in das kleine gemütliche Café zum Frühstücken. Es gibt herzhafte Vollkornsandwiches vegetarisch und vegan sowie mit Putenschinken. Aber auch Croissants und Kuchen sind im Angebot. Der Service ist freundlich und entspannt.  Der Laden ist wohl auch deshalb ein beliebter Treffpunkt der Nachbarschaft. Das Preis-Leistungsverhältnis ist trotz der Lage sehr in Ordnung.

Die Inhaberin Katja Dietrich hat die Espressobar 2000 in einem früheren Goldschmiedeladen in der damals von kleinen Handwerkern geprägten Weidenallee eröffnet.Die Einrichtung ist klassisch-nostalgisch gehalten mit einer prominent platzierten alten Waage und Lebensmittelregalen wie zu Großmutters Zeiten.

Mittags gibt es eine Speisekarte mit Kleinigkeiten. Man kann dort aber auch Pasta, Nudelsauce, Öl und Gewürze zum selber Kochen einkaufen.

Mitten im alternativ-bürgerlichen Eimsbüttel gelegen, befindet sich das Café nicht weit vom hippen Schanzenviertel. In die ehemaligen Ladengeschäfte der Handwerker sind in den letzten Jahren immer mehr alternativ-schicke Boutiquen für Mode, Geschenke und edlen Hausrat eingezogen.

Gleich neben dem Café, in Nummer 27,  befindet sich übrigens das Speiserestaurant „Juwelier“, das Katja Dietrich zusammen mit dem Koch Lutz Bornhöft leitet.

Adresse: Weidenallee 29, Hamburg-Eimsbüttel, Tel. 040 / 431 900 73

Öffentliche Verkehrsmittel: U 2 bis Christuskirche oder Schlump, Bus M 15 bis Sternschanze

 


 

Espresso Tonic

Espresso mit Tonic

21 Aug , 2015,
Daniela Schulz

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Im vergangenen Sommer war Black Tonic der Sommerdrink in New Yorker Cafés und Bars. Mittlerweile ist er als Espresso Tonic über den Atlantik rübergeschwappt. Man trinkt ihn jetzt auch zwischen Hamburg und Budapest.

Das Grundrezept ist ein Shot Espresso auf zwei großen Eiswürfeln mit Tonic. Beim selber Zubereiten achtet bitte darauf, ein Tonicwasser mit nicht zu hohem Zuckeranteil zu verwenden. Zu viel Zucker zerstört den ausgewogenen Geschmack zwischen herbbitter und Süße. Daher auch nur einen Schuss Tonic nehem und nicht die ganze Flasche für einen Espresso. Am besten erst einmal mit wenig Tonic ausprobieren.

Der bittersüße Tonicgeschmack harmoniert ausgezeichnet mit dem klaren, bitteren Espresso. Oliver Strand, Kaffeekritiker bei der New York Times, erinnert das Getränk an  einen „edlen Fernet Branca auf Soda, den man nachmittags in Buenos Aires trinkt“.

Das Kribbeln der Kohlensäure auf der Zunge zusammen mit den Eiswürfeln ergeben einen tollen erfrischenden Genuss, der schon beinahe in Richtung Long Drink geht. Ein perfekter Nachmittagsdrink nicht nur in Buenos Aires oder New York.

Kaffe Tonic in San Francisco

Auch wenn die New Yorker gerne über die Entspanntheit der Westküste lästern, das Rezept kommt laut Strand aus San Francisco und dort ursprünglich aus der Saint Frank Coffee Bar im Stadtteil Russian Hill. Der Besitzer von Saint Frank’s habe sich bei dem Rezept allerdings wiederum von der Kaffeebar des Mikrorösters Koppi in Helsingborg/Schweden inspirieren lassen, will Strand wissen. Daher komme auch der Name Kaffe Tonic unter dem es den Espressodrink in San Francisco gibt.

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Black Delight Hamburg-Eimsbüttel

In Deutschland wurde mir der Espresso Tonic das erste Mal in Hamburg serviert – im Café des Mikrorösters Black Delight. Man erhält das Getränk vorwiegend in den Cafés, die sich der Third Wave of Coffee verschrieben haben, also vor allem bei Mikroröstern.