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Roasting Challenge

11 Sep , 2015,
Daniela Schulz
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Auf dem Berlin Coffeefestival gab es einen kleinen, aber feinen, Rösterwettbewerb – einen sogenannten Roasting Challenge. Die Auswertung fand aber in Hamburg statt, and the winner is … 

Die Herausforderer kamen aus München, Frankfurt am Main, Potsdam und Hamburg und sie trafen sich am ersten Septemberwochenende in Berlin. Jeder hatte eine bestimmte ihm oder ihr völlig unbekannte Bohnensorte zu rösten. Eine Woche später steht das Ergebnis fest. Die Sache wurde schließlich zwischen München und Hamburg entschieden.

Das Publikum, das zum Blind-Cupping in die Hamburger Black Delight Rösterei nach Hamburg-Altona kam, bestimmte zwei Gewinner. Die Begründung war einigermaßen kurios, aber typisch für die neue Szene der Kaffeegourmets. Zunächst lag Supremo Kaffee aus München vorne. Das war als das Kaffeepulver frisch aufgegossen war und das Getränk noch heiß und dampfend.

Einige Zeit später und nach einigem Hin und Her, der Kaffee war inzwischen abgekühlt, fanden die Kaffeeverkoster plötzlich die Röstung von Black Delight-Chef Michael Mrozek überzeugender. Anscheinend braucht der Kaffee aus dem hohen Norden ein bisschen Anlaufzeit, schmeckt dafür aber umso nachhaltiger. Während die feurigen Südländer aus München unschlagbar beim ersten Eindruck sind. Damit wären dann die Klischees alle erfüllt.

roesterwettbewerb

Nichtsdestotrotz haben beide hervorragende Röstergebnisse im Challenge erzielt. Und es liegt am einzelnen Kaffeetrinker, welche Nuance er bevorzugt. Weitere Teilnehmer am Roasting Challenge waren Playground Coffee, ebenfalls aus Hamburg, Hoppenworth & Ploch aus Frankfurt und Buena Vida aus Potsdam. Auch sie brauchten sich nicht zu verstecken.

Hoppenwort & Ploch war beim großen offenen Cupping in der Rösthalle mit einigen Kreationen vertreten, die durch ihre feine Blumigkeit auffielen. Großen Applaus fanden die Röstungen von Machhörndl aus Nürnberg. Der persönliche Favorit der caffepause war hier der Geisha Trapiche aus Panama mit seinem beerigen Aroma und einem leichten Duft, der an Melone erinnert. Den Melonenduft habe ich, um ehrlich zu sein, nur beim trockenen Pulver wahrnehmen können. Der gebrühte Kaffee hatte das beerige Aroma der Geisha Kaffees.

Zu verdanken hatten wir die Veranstaltung dem Experten für Third Wave Kaffe René Krüger alias @bosch. Da er die vielen Kaffeemitbringsel aus Berlin nicht alle zuhause selber trinken wollte, organisierte er kurzerhand das spontane öffentliche Cupping zusammen mit Black Delight.