Blogbeitrag

weihnachtsstrn-in-der-kaffeetasse

Adventskaffee und Third Wave Wichteln

1 Dez , 2015,
Daniela Schulz
, ,
2 Kommentare

„Es wird Weihnachten! Mein ganzes Haus riecht schon nach braunem Kuchen – versteht sich nach Mutters Rezept -, und ich sitze sozusagen schon seit Wochen im Scheine des Tannenbaums“, schrieb Theodor Storm (1817-1888)  bei kaltem Dezemberwetter in sein Notizheft.

Die meist trüb-grauen Adventswochen vor Weihnachten laden gerade dazu ein, es sich bei einer Tasse Kaffee zuhause gemütlich zu machen. Bei Kerzenlicht und Tannenduft begegnet man den Herausforderungen von Dunkelheit und Kälte. Gute Musik und ein Buch, wahlweise auch ein Kindle oder Ähnliches fördern die Ausgeglichenheit. Die Hauptsache aber ist exzellenter Kaffe.

teelicht-mit-kaffeetasse-und-kaffeetüte-quijote-roesterei

Teelicht mit Äthiopienkaffee

Mein diesjähriger Adventskaffee ist ein Single Origin aus der Region Sidama in Äthiopien, geröstet von der Hamburger Rösterei Quijote. Schon das orangefarbene  Etikett scheint die Sonne eingefangen zu haben. Die Bohnen sind für die Espressomaschine, also etwas dunkler, geröstet als für Filterkaffee. Ich brühe das Pulver in der French Press auf, denn es handelt sich hier um eine sehr leichte Espressoröstung.  Die Aromen, die nach Wald und Beeren schmecken, sind auch bei der Brühmethode gut zu erkennen. Wichtig ist natürlich, dass die Bohnen frisch gemahlen sind, wenn man den Kaffee zubereitet und das Röstdatum sollte nicht zu lange zurückliegen. Die modernen Third Wave Röster, wie etwa Quijote, geben das Röstdatum auf der Packung an.

In der Adventszeit ist auch die Third Wave-Szene in vorweihnachtlicher Aufregung. Third Wave-Wichteln ist angesagt. Es werden frisch geröstete Bohnen (Filterkaffee, kein Espresso) rund um die Welt getauscht. Das Ganze wird über die Facebookseite Third Wave Wichteln organisiert.

Es gibt aber auch noch andere Wege, zum Adventskaffee einmal einen anderen Geschmack auszuprobieren. Mit einem Kaffee-Adventskalender hat man die Möglichkeit,  24 Tage lang, täglich eine neue Sorte kennenzulernen. Einige Röster bieten schon vorgefertigte Kaffee-Adventskalender an. Vor allem zwei kleine Röstereien aus Nordrhein-Westfalen haben mit pfiffigem  Social Media Marketing auf sich aufmerksam gemacht. Da wäre zum einen die Rabenschwarz Kaffeerösterei aus Schwelm im Sauerland zu nennen und zum anderen die Sonntagmorgen Kaffeerösterei aus Münster. Der Adventskalender von letzerer wurde vom Blogger-Kollegen Arne Preuss getestet.

Natürlich bietet es sich auch an, den Kaffee-Adventskalender selbst zu fertigen. Man muss nur 24 verschiedene Sorten guten Kaffee kaufen und entsprechend in dekorative Tütchen packen.

Viel Spaß dabei und einen gemütlichen Adventskaffee!

 


 

 

2 Comments

  1. Daniela Schulz Dezember 1, 2015 at 6:00 pm Reply

    Hallo Arne, ich bin bekennender French Press-Fan und mir schmeckt der Äthiopien von Quijote sehr gut. Wie beschrieben, ist er sehr leicht geröstet für einen Espresso. Also durchaus French-Press-tauglich. Herzliche Grüße nach Berlin und gib Bescheid wenn du in Hamburg bist.

  2. Arne Dezember 1, 2015 at 5:42 pm Reply

    Hallo Daniela, doch selbst gefunden. Ich habe gerade auf Deinen Kommentar geantwortet. Danke dafür. Der selbstgebastelte Kalender bietet sich sicher für sehr große Familien an, sonst gibt es nachher zu viel geöffneten Kaffee. Quijote gibt sogar den richtigen Zeitpunkt des Verzehrs an – ein Traum. Der Espresso in der French Press ist sicher sehr freudig geworden, oder? Das mit dem frischen gemahlen ist mir auch immer wichtig. Deswegen sind Kaffeemühlen meine liebsten Geschenk. Ich hoffe wir hören von einander (ich bin auch viel in HH). Grüße aus Berlin, Arne

Leave A Comment